• Wissenschaftsradio auf Radio Radieschen Podcast

    Achtsame Algorithmen

    Algorithmen spionieren und diskriminieren. Doch es geht auch anders. Die Uni Wien forscht an Algorithmen, die die Privatsphäre schützen.

    Monika Henzinger hat die Forschungsabteilung von Google aufgebaut. Damals sollte sie ihre NutzerInnen so gut wie möglich kennen, um den Algorithmus zu verbessern. Heute ist das anders. An der Universität Wien erforscht sie, wie Algorithmen die Privatsphäre schützen können. Ihre Forschung könnte den Datenschutz für Millionen Menschen verbessern.

    Neue Physik: Die (Quanten-)Wüste lebt

    Seit 20 Jahren hoffen Physiker auf einen Riss in der gängigen Theorie. Das Experiment am Fermilab eröffnet einen Blick dahinter.

    Es sind sehr kleine Bereiche, die die Teilchenphysik betrachtet. 1019 m hat etwa ein Elektron. Lange glaubte man, dass dann erst einmal sehr lange nichts kommt. Doch neue Experimente am Fermilab bei Chicago und am Teilchenbeschleuniger CERN zeigen, dass da noch etwas sein könnte. Was es ist, darüber spricht Physiktheoretiker Anton Rebhan von der TU Wien im Wissenschaftsradio.

    Wissenschaftsradio: China – Selbstzensur der Wissenschaft

    Sinologen forschen zu China. Um möglichst unabhängig zu bleiben, müssen sie oft auf kreative Wege ausweichen. Ein Forscher erzählt.

    Der deutsche Wissenschafter Adrian Zenz hat die sogenannten Umerziehungslager in Xinjiang quasi im Alleingang aufgedeckt. Dafür darf er und seine Familie die Volksrepublik China nicht mehr besuchen. WissenschafterInnen die sich kritisch mit Vorgängen in China befassen müssen oft mit Konsequenzen rechnen. Das macht die Arbeit für ChinawissenschafterInnen, Sinologen, besonders schwierig. Vor allem, wenn chinesische KollegInnen involviert sind. Sascha Klotzbücher, Sinologe an der Universität Wien, spricht im Wissenschaftsradio über die Gefahr der Selbstzensur und Wege Forschung unabhängig zu betreiben.

  • #Vienna Podcast

    #Vienna: Zwischen Wissenschaft und Aktivismus

    Sie haben wieder zugeschlagen. Fridays for Future rief am 24.9.2021 zum Weltklimastreik in Wien auf und tausend Demonstrant:innen sind gekommen. Schüler:innen, Omas und Opas, Berg- und Kleinbäuer:innen und Wissenschaftler:innen haben sich vergangenen Freitag zusammengefunden. Demonstrationen wie diese und Besetzungen wie jene in der Lobau scheinen die letzten Möglichkeiten für viele Menschen, um die Politik zum Klimaschutz zu zwingen.

    Warum ist Radfahren  besser ist als im Stau zu stehen? Welche Probleme bringt der Lobautunnel mit sich? Und wie hängen Wissenschaft und Aktivismus zusammen? Diese Fragen klären wir heute mit dem Verkehrsplaner Ulrich Leth von der TU Wien.

    #Vienna: Über illegalen Welpenhandel in Wien

    Heute wird es bei uns tierisch. Der Anlass? Wir schauen hinter die Kulissen des Tierquartiers, einem Tierschutz Zentrum in Wien. Auf rund 10.000 qm werden hier ausgesetzte, verletzte oder abgegebene Tiere aufgepäppelt und weitervermittelt. Und das mit Erfolg! Nach sechsjährigem Bestehen wurde heuer das 10.000 Tier vermittelt. Gleichzeitig wurden und werden immer wieder Hunde, Katen, Hamster, Hasen und co. ausgesetzt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Pandemie, denn während der Lockdowns fühlten sich viele Menschen einsam, hatten mehr Freizeit und haben sich den Wunsch von Haustier erfüllt. Züchter und Tierheime wurden quasi leer gekauft und damit stieg das Potential für illegalen Tierhandel. Über all das sprechen wir mit Evelyn Horak, Pressesprecherin des Tierquartiers.

    #Vienna: Blanca Amoròs und Wiens Kunstszene

    Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele – Wien ist die Stadt der Künstler:innen. Und das nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Aber, wie sieht das Leben von jungen Künstler:innen wirklich aus? Wie schwierig ist es, sich in einer Kulturstadt wie Wien einen Namen zu machen? Wir besuchen die spanische Malerin Blanca Amoròs in ihrem Atelier im fünfzehnten Bezirk. Seit 2017 lebt und arbeitet sie in Wien. Von Südafrika über München bis Taiwan werden ihre Gemälde, jedoch auf der ganzen Welt ausgestellt. Bekannt ist sie für ihre Arbeit mit alten Fotografien, die sie auf Flohmärkten aus der ganzen Welt sammelt. Daraus entstehen gerade drei Fotobücher die im Oktober veröffentlicht werden.

  • Art Beat Podcast

    „Wir machen uns über uns selber lustig“: Kabarettagentin Julia Sobieszek im Gespräch

    Sie betreibt ihre eigene Kabarettagentur, organisiert
    den Österreichischen Kabarettpreis, kuratiert Festivals und hat in der
    Corona-Zeit die IG Kabarett mitbegründet: Julia Sobieszek ist eine
    Macherin. In Art Beat spricht sie über die Aussichten für die
    KünstlerInnen während und nach der Krise, über den Humor-Nachwuchs und
    über die Faszination fürs Kabarett, die sie seit Teenagerzeiten
    begleitet.

    Foto: Jan Frankl

    „Es war wie Lebensmittelentzug“: Daniel Serafin bei Art Beat

    Daniel Serafin kennt den Kulturbetrieb aus verschiedenen
    Perspektiven: Als Schauspieler und Sänger stand er selbst auf
    renommierten Bühnen. Dann wechselte er ins Kulturmanagement. Seit 2019
    ist er der künstlerische Leiter der Oper im Steinbruch in St.
    Margarethen, und seit vielen Jahren bringt er den Wiener Opernball als
    Export nach New York. In Art Beat spricht Serafin über die vergangenen
    Monate ohne das „Lebensmittel Kultur“, über die Hoffnungen für die
    Zukunft und darüber, was der Kulturbetrieb aus Corona lernen kann.

    Foto: Andreas Tischler

    „Rap ist da, um die Meinung hinzuspucken“: Kid Pex im Interview

    Es gibt viele Bezeichnungen für Kid Pex alias Petar Rosandic: Rapper,
    Aktivist, Journalist, Gründer der Marke „Wien Oida, Beč Oida“. Aktuell
    verbringt er die meiste Zeit damit, humanitäre Hilfe für Geflüchtete zu
    organisieren, die entlang der Balkanroute in verwahrlosten Lagern leben
    müssen. Für das Projekt „SOS Balkanroute“ erhalten Kid Pex und seine
    MitstreiterInnen jetzt den Ute Bock Preis für Zivilcourage. Ein Gespräch
    über Rap, Politik und Empathie.
  • Meet Your Studi Podcast

    Immobilienmanagement: Katharina Kraus

    Katharina Kraus studiert im zweiten Semester den Masterstudiengang Immobilienmanagement an der FHWien der WKW. In Meet Your Studi spricht sie über lange aber lohnende Arbeitstage und das Studium in Coronazeiten.

    Kommunikationsmanagement: Fabian Rommel

    Fabian Rommel würde es wieder tun. Ein Masterstudium „Kommunikationsmanagement“ an der FHWien der WKW ist für ihn nach wie vor die beste Vorbereitung/Begleitung zu seinem Job in der Kommunikationsbranche. Aber wie sieht der Studienabschluss in Zeiten von Corona aus? Und welche Tipps hat er für angehende Studierende an der FHWien der WKW? Ihr hörte im Talk!

    Financial Management & Controlling: Michael Radler

    Michael Radler war bereits Berater bei einem der „Big Four“ und arbeitet jetzt bei REWE. Im Masterstudiengang „Financial Management & Controlling“ an der FHWien der WKW lernt er das Handwerkszeug, dass er für seine Karriere braucht. Im Talk zu „Meet Your Studi“ spricht er über die besten Tipps aus dem Controlling und wie ein Studium an der FHWien der WKW für den Jobmarkt nützt.

  • Start Me Up Podcast

    Start Me Up: „Reparieren, was das Bildungssystem nicht mitgeben konnte“

    Michaela Vorlaufer arbeitet seit 23 Jahren mit Menschen ohne Job. In „Start Me Up“ spricht die AMS-Managerin über den Arbeitsmarkt nach Corona.

    Continue reading

    Start Me Up: Xund – Es ist wirklich nur ein Schnupfen

    Wer seine Symptome googelt hat schnell eine tödliche Krankheit. Das Startup Xund prüft dagegen eine Datenbank und erhält dafür Millionen Euro an Investment.
    Als Tamás Petrovics und sein Team „Xund“ gegründet haben, war die Konkurrenz schon da. ADA, Babylon Health oder Infermedica sind Apps, die ihren Kunden besser als Google anzeigen wollen, woran sie leiden. Als „Second Mover“ hat sich das Team von Xund auf Businesskunden spezialisiert und damit einen entscheidenden Vorteil erkämpft. In Zukunft wird Xund mit großen Versicherungen und Unternehmen zusammenarbeiten, um schnell gute Diagnosen stellen zu können.
    In Start Me Up spricht Petrovics über die Funktionen der App bei EndkundInnen und die Vernetzung von Gesundheitsdaten.

    Start Me Up: Hackerangriffe bei Unternehmen

    Cyberangriffe nehmen zu. Ein Unternehmen, ein Sicherheitsexperte und ein Startup erzählen, wie man sich schützen kann.

    Im Sommer 2019 und im Sommer 2020 sind die ÖBB öffentlichkeitswirksam gehackt worden. Was haben sie daraus gelernt? In Start Me Up spricht Chief Information Security Officer Marcus Friedrich über Sicherheitsvorkehrungen bei den ÖBB. Außerdem gibt IT-Experte Martin Haunschmid Tipps, wie kleinere Unternehmen sich mit leichten Schritte den gröbsten Ärger vom Hals halten können. Und: Auch für Hacker wird es nicht leichter. Franz Weber ist Managing Director von CyberTrap, die Hackern Fallen stellen. In Start Me Up sprechen sie über Unternehmenssicherheit.

  • Perspektiven - Das Feature Format Podcast

    Die Mär vom sozialen Aufstieg

    Bildung wird vererbt. Aber was bedeutet das für Kinder von Arbeiter:innen? Wie ist es als erste Person in der Familie zu studieren?
    Die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Redakteurin Johanna einen Masterabschluss erhält lag bei sechs Prozent. Johanna kommt aus einer sogenannten “bildungsfernen” Schicht. Warum dieser Begriff problematisch ist, wie diskriminierend das Bildungssystem wirklich ist und warum Klassismus öffentlich diskutiert werden sollte, versucht sie in diesem Feature herauszufinden.

    Interviewpartnerinnen:
    Brigitte Theißl: Autorin, Journalistin und Erwachsenenbildnerin
    Natalia Anders: Journalistin
    Alexandra Schwarz: Referentin des Referats für Working Class Students an der ÖH Wien
    Hennessy Chiemezie: Studentin (Jus)
    Hannah: Studentin (Politikwissenschaft und Jus)

    Servicelinks:
    Betina Aumair, Brigitte Theißl (2020) Klassenreise – Wie die soziale Herkunft unsere Leben prägt
    Große Töchter Podcast mit Brigitte Theißl über Klasse und Klassismus

    Moment: Berichte und Statistiken zu Bildung in Österreich

    Statistik Austria (2018): Bildung wird vererbt in Österreich

    Perspektiven: Feministische Straßenkämpfe – von Graffiti und Protest

    Das Private ist politisch und deshalb machen sie es sichtbar – auf Häuserfassaden, Brücken und am Donaukanal.
    „The coolest girls are the ones who stand up for each other.“ Diese Woche hat Johanna Hirzberger gemeinsam mit Nora Schäffler einige dieser coolen Frauen getroffen.
    Was diese gemeinsam haben? Flora Safari, Femplak und die Rip off Crew gestalten, wenn auch in ganz unterschiedlicher Form, Streetart als Feminismus im öffentlichen Raum.
    Feminismus, der temporär an den Wänden zu sehen ist. Feminismus, der ins Unbewusste geht.
    Feminismus, der länger bleiben soll, als bis zur nächsten Wandsäuberung.
    Und noch nie war Feminismus mehr Thema als jetzt.
    Immer mehr Menschen schließen sich feministischen Gruppierungen und  nutzen den öffentlichen Raum um auf gesellschaftliche Probleme wie sexualisierte Gewalt aufmerksam zu machen.
    Aber, kann man den öffentlichen Raum überhaupt  in Besitz nehmen? Und wie nahe liegen Straßenkunst, Protest und Aktivismus bei einander?
    Blickt man über den Atlantik nach Südamerika, muss man sagen, sehr nahe. Vor allem die bolivianische Gruppe Mujeres Creando oder das Tanzkollektiv “Baila Capucha Baila” aus Chile, sind für ihre feministische und aktivisite Street Art bekannt. In roten Masken tanzen sie in Chiles Straßen um auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Durch das Internet und Soziale Medien gibt es mittlerweile auch in Europa ähnlich Aktionen von feministischen Gruppen. Santiago, New York, Freiburg – auf YouTube finde man auch eine Reihe an Videos in denen Frauen mit schwarzen Augenbinden ein Lied singen und dazu tanzen. El violador eres tu, der Vergewaltiger bist du, singen diese Frauen. Die Performance stammt von der chilenischen Gruppe “Las Tesis” und wurde auch in Wien aufgeführt.
    Viele der einst unpolitischen Künstler*innen in Lateinamerika sind heute Aktivist*innen, die mit ihrer Straßenkunst gegen soziale Ungleichheit und Gewalt gegen Frauen kämpfen.
    Und wie ist das in Wien?

    Perspektiven: Stimmen machen Menschen

    Sie ist das Sprachrohr der Seele. Mit ihr kommunizieren wir lange bevor wir wirklich sprechen können – die menschliche Stimme.
    Während sie uns als Baby dabei hilft, unsere Bedürfnisse mitzuteilen, verrät sie im Laufe unseres Lebens auch Details über unser Wohlbefinden, über unsere Sorgen, Ängste und über unsere Identität. Nicht immer möchten wir diese Geheimnisse preisgeben. Von manchen Geheimnissen wissen wir nicht einmal selbst.  
    Und doch verraten wir sie aufmerksamen Zuhörer*innen und wundern uns, wieso unser Gegenüber uns ganz anders wahrnimmt, als wir es vielleicht möchten.
    Doch was ist, wenn die Stimme nicht zu der Person passt? Wenn man seine eigene Stimme nicht ertragen kann? Wenn man sich sogar dafür schämt? 
    Vor einigen Wochen  haben sich Johanna Hirzberger und Nora Schäffler auf die Suche nach dem Einfluss der Stimme die Identität begeben. Dazu haben sie mit Personen aus der Logopädie, Schauspiel, Atem- und Sprechtraining gesprochen. Und, sie haben Personen begleitet, die selbst gerade dabei sind oder waren ihre Stimme zu finden.